Ehevertrag in Wien:
Gestaltung, Grenzen und rechtliche Prüfung

Sie möchten vor oder während der Ehe klären, wie Vermögen, Immobilien, Unterhalt oder Unternehmensbeteiligungen geregelt werden sollen? Ein Ehevertrag kann helfen, wirtschaftliche Fragen frühzeitig zu ordnen und spätere Konflikte nachvollziehbarer zu vermeiden.

Entscheidend ist dabei, dass die Vereinbarung rechtlich sorgfältig geprüft, ausgewogen formuliert und formal korrekt umgesetzt wird. Nicht jede gewünschte Regelung ist automatisch wirksam. Insbesondere bei Ehewohnung, Unterhalt, Kindern, Immobilien oder Unternehmen kommt es auf den konkreten Einzelfall an.

Die Rechtsanwaltskanzlei Nagler in Wien unterstützt Sie dabei, Ihre Ausgangslage zu prüfen, Regelungsbedarf zu erkennen und die nächsten Schritte strukturiert vorzubereiten – ob vor der Eheschließung, während der Ehe oder vor einer möglichen Trennung.

Inhaltsverzeichnis

Regelungsbedarf klar erkennen

Wir prüfen, ob ein Ehevertrag in Ihrer Situation sinnvoll sein kann – etwa bei Vermögen, Immobilien, Unternehmen, Krediten oder unterschiedlichen Einkommensverhältnissen.

Vermögen & Immobilien strukturieren

Ehewohnung, Liegenschaften, eheliche Ersparnisse und gemeinsame Investitionen werden rechtlich eingeordnet und nachvollziehbar aufbereitet.

Unternehmen & Beteiligungen berücksichtigen

Bei Selbstständigkeit, Gesellschaftsanteilen oder Unternehmenswerten ist eine klare Abgrenzung besonders wichtig, damit spätere Konflikte reduziert werden.

Unterhalt & Grenzen prüfen

Unterhaltsfragen, einseitige Benachteiligungen und zwingende rechtliche Grenzen werden sorgfältig beurteilt, bevor eine Vereinbarung formuliert wird.

Notariatsakt richtig einordnen

Wir klären, welche Formvorschriften zu beachten sind und bereiten die anwaltliche Prüfung oder Abstimmung mit einem Notariat strukturiert vor.

Bestehende Verträge überprüfen

Auch vorhandene Eheverträge können geprüft werden – insbesondere bei geänderten Vermögensverhältnissen, Familienplanung, Trennung oder Scheidung.

Unterschiedliche Vermögens- oder Einkommensverhältnisse

Ein Ehevertrag kann sinnvoll sein, wenn ein Ehepartner wesentlich mehr Vermögen in die Ehe einbringt, ein deutlich unterschiedliches Einkommen besteht oder Vermögenswerte bewusst abgegrenzt werden sollen. Entscheidend ist nicht nur, was vorhanden ist, sondern auch, welche Erwartungen beide Seiten an die gemeinsame wirtschaftliche Zukunft haben.

Immobilien, Ehewohnung und gemeinsame Investitionen

Besonders häufig entsteht Regelungsbedarf, wenn eine Wohnung oder ein Haus gekauft, finanziert oder saniert wird. Zu klären ist etwa, wer welche Beiträge leistet, wie gemeinsame Investitionen dokumentiert werden und welche Bedeutung die Ehewohnung im Fall einer Trennung haben kann.

Unternehmen, Beteiligungen und berufliche Selbstständigkeit

Bei Unternehmerinnen, Unternehmern oder selbstständig tätigen Personen kann ein Ehevertrag helfen, betriebliche Vermögenswerte, Gesellschaftsbeteiligungen und private Vermögensbereiche klarer voneinander zu trennen. Das ist vor allem dann relevant, wenn das Unternehmen fortgeführt werden soll und wirtschaftliche Risiken nachvollziehbar begrenzt werden müssen. Unternehmensanteile sind nach § 82 Abs 1 Z 4 EheG grundsätzlich von der nachehelichen Aufteilung ausgenommen, sofern sie keine bloße Wertanlage darstellen. Ein Ehevertrag kann diese Abgrenzung zusätzlich absichern.

Zweite Ehe, Patchworkfamilie und Erbschaften

In einer zweiten Ehe, bei Kindern aus früheren Beziehungen oder bei erwarteten Erbschaften und Schenkungen können rechtliche und familiäre Interessen besonders sensibel ineinandergreifen. Eine sorgfältige vertragliche Gestaltung kann helfen, Missverständnisse zu vermeiden und Vermögensfragen klarer zu ordnen.

Wann ein Ehevertrag sinnvoll sein kann

Ehevertrag prüfen –
mit Klarheit und Augenmaß

Ein Ehevertrag sollte nicht erst dann Thema werden, wenn ein Konflikt bereits entstanden ist. Sinnvoll ist eine rechtliche Prüfung vor allem dort, wo Vermögen, Immobilien, Unternehmen, Unterhalt oder familiäre Verpflichtungen langfristig nachvollziehbar geregelt werden sollen. Die Rechtsanwaltskanzlei Nagler unterstützt Sie dabei, Ihre Ausgangslage strukturiert zu erfassen, rechtliche Grenzen zu berücksichtigen und die nächsten Schritte sorgfältig vorzubereiten.

Ein Ehevertrag kann vor allem dort sinnvoll sein, wo wirtschaftliche Verhältnisse, Vermögenswerte oder Verantwortlichkeiten klarer geregelt werden sollen. Dazu zählen etwa Immobilien, eheliche Ersparnisse, Unternehmensbeteiligungen, Unterhaltsfragen oder bestehende Verbindlichkeiten. Welche Regelungen im Einzelfall möglich und zweckmäßig sind, sollte rechtlich sorgfältig geprüft werden.

Vermögensaufteilung und eheliche Ersparnisse

Regelungen zur Vermögensaufteilung können helfen, spätere Unsicherheiten zu reduzieren. Dabei ist zu prüfen, welche Vermögenswerte bereits vor der Ehe bestanden, welche Werte während der Ehe geschaffen wurden und ob bestimmte Vermögensbereiche ausdrücklich abgegrenzt werden sollen.

Ehewohnung und Immobilien

Die Ehewohnung und weitere Immobilien sind häufig zentrale Regelungspunkte. Gerade bei gemeinsamen Krediten, unterschiedlichen Eigenmitteln oder Investitionen in eine Liegenschaft eines Ehepartners empfiehlt sich eine klare Dokumentation und rechtliche Einordnung.

Unterhalt während und nach der Ehe

Unterhaltsregelungen können vertraglich thematisiert werden, unterliegen aber rechtlichen Grenzen. Ein vollständiger Vorausverzicht ist grundsätzlich unwirksam. Auch eine einseitige Benachteiligung ist rechtlich problematisch. Maßgeblich ist die konkrete familiäre und wirtschaftliche Situation.

Schulden, Kredite und gemeinsame Verpflichtungen

Auch Verbindlichkeiten können Anlass für einen Ehevertrag sein, sofern sie mit ehelichem Gebrauchsvermögen oder ehelichen Ersparnissen in einem inneren Zusammenhang stehen. Zu prüfen ist etwa, wie Kredite aufgenommen wurden, wer wirtschaftlich profitiert hat und welche Dokumentation für spätere Auseinandersetzungen hilfreich ist.

Was ein Ehevertrag in Österreich regeln kann

Ein Ehevertrag schafft nicht automatisch vollständige Sicherheit für jede spätere Entwicklung. Maßgeblich ist, ob die Vereinbarung rechtlich zulässig, ausgewogen und auf die konkrete Lebenssituation abgestimmt ist. Besonders bei Unterhalt, Ehewohnung, Kindern, Immobilien oder erheblichen Vermögenswerten empfiehlt sich eine genaue Prüfung.

Warum nicht jede Vereinbarung wirksam ist

Nicht jede vertragliche Regelung hält einer späteren rechtlichen Prüfung stand. Problematisch können insbesondere unklare Formulierungen, fehlende Formvorschriften, eine einseitige Benachteiligung oder Regelungen sein, die mit zwingenden gesetzlichen Wertungen nicht vereinbar sind. Sittenwidrige Vereinbarungen können nach § 879 ABGB nichtig sein. Bei Vorausvereinbarungen nach § 97 EheG kann das Gericht bei einer gravierenden unbilligen Benachteiligung korrigierend eingreifen, wobei für Ehewohnung und Unterhalt strengere Kontrollmaßstäbe gelten. Nicht jede unausgewogene Klausel ist deshalb automatisch vollständig unwirksam.

Unterhalt und einseitige Benachteiligung

Unterhaltsregelungen müssen besonders sorgfältig geprüft werden. Eine Vereinbarung, die eine Partei unangemessen belastet oder spätere Lebensumstände vollständig ausblendet, kann im Streitfall rechtlich angreifbar sein. Deshalb sollte nicht nur der gewünschte Inhalt, sondern auch die spätere Tragfähigkeit der Regelung beurteilt werden.

Obsorge und Kontaktrecht bei Kindern

Fragen der Obsorge, Betreuung und des Kontaktrechts können nicht beliebig für die Zukunft festgelegt werden. Bei Kindern bleibt das Kindeswohl maßgeblich. Ein Ehevertrag kann daher wirtschaftliche und vermögensrechtliche Themen ordnen, ersetzt aber keine spätere Prüfung kindbezogener Fragen im konkreten Einzelfall.

Welche rechtlichen Grenzen ein Ehevertrag hat

Ehevertrag in der Praxis: Worauf es besonders ankommt

Ein guter Ehevertrag ist nicht möglichst umfangreich, sondern rechtlich tragfähig, verständlich und auf die konkrete Lebenssituation abgestimmt. In der Praxis sind vor allem jene Punkte wichtig, die später zu Unsicherheit oder Streit führen können.

  • Ausgangslage sauber erfassen: Vermögen, Immobilien, Kredite, Unternehmen, Einkommen und familiäre Verpflichtungen sollten nachvollziehbar dargestellt werden.
  • Regelungsbedarf klar trennen: Nicht jede Lebenssituation erfordert dieselbe Vereinbarung. Entscheidend ist, welche Themen tatsächlich rechtlich geregelt werden sollten.
  • Formvorschriften beachten: Bestimmte Vereinbarungen können einen Notariatsakt erfordern.
  • Rechtliche Grenzen berücksichtigen: Ein Ehevertrag darf nicht als einseitiges Absicherungsinstrument missverstanden werden.
  • Spätere Veränderungen mitdenken: Kinder, Unternehmen, Krankheit, Erbschaften oder eine veränderte Erwerbstätigkeit können die Beurteilung wesentlich beeinflussen.

 

Ziel ist eine Vereinbarung, die nicht nur den aktuellen Wunsch abbildet, sondern auch später nachvollziehbar und praktisch umsetzbar bleibt.

Bei Eheverträgen ist nicht nur der Inhalt entscheidend, sondern auch die richtige Form. Bestimmte Vereinbarungen müssen in Österreich als Notariatsakt errichtet werden. Die anwaltliche Prüfung hilft dabei, den Regelungsbedarf, mögliche Risiken und die rechtliche Tragfähigkeit der gewünschten Vereinbarung vorab zu klären.

Wann ein Notariatsakt erforderlich sein kann

Vereinbarungen über die Aufteilung gemeinsamer Ersparnisse oder der Ehewohnung können besondere Formvorschriften auslösen. Auch Ehepakte – als engerer Begriff für Vereinbarungen über den ehelichen Güterstand nach §§ 1217 ff ABGB – sind nach dem Notariatsaktsgesetz notariatsaktspflichtig. Ob im konkreten Fall ein Notariatsakt erforderlich ist, hängt vom Inhalt der Vereinbarung ab. Für Vereinbarungen über sonstiges eheliches Gebrauchsvermögen genügt hingegen die Schriftform. Änderungen oder Aufhebungen formpflichtiger Ehepakte müssen grundsätzlich dieselbe Form einhalten. Bei Unternehmerinnen und Unternehmern kann für die Wirkung gegenüber Unternehmensgläubigern zusätzlich eine Firmenbucheintragung nach § 36 UGB erforderlich sein.

Welche Rolle Rechtsanwalt und Notar haben

Die anwaltliche Beratung kann die rechtliche Gestaltung, Prüfung und Vorbereitung unterstützen. Das Notariat ist dort relevant, wo eine notarielle Form erforderlich ist. Sinnvoll ist häufig ein geordneter Ablauf: rechtliche Prüfung und inhaltliche Abstimmung, danach die formgerechte Umsetzung, sofern diese notwendig ist.

Warum Musterverträge rechtlich riskant sein können

Musterverträge bilden selten die tatsächliche Vermögens-, Familien- und Risikolage ab. Gerade bei Immobilien, Unternehmen, Unterhalt oder internationalen Bezügen können ungenaue Formulierungen später mehr Streit verursachen, als sie vermeiden. Eine Prüfung sollte daher immer vom konkreten Sachverhalt ausgehen.

Ehevertrag, Ehepakt und Notariatsakt

Typische Fehler bei Eheverträgen vermeiden

Viele Probleme entstehen nicht deshalb, weil ein Ehevertrag unmöglich wäre, sondern weil die Vereinbarung zu allgemein, formal unvollständig oder nicht ausreichend auf den Einzelfall abgestimmt ist. Besonders häufig zeigen sich folgende Fehler:

  • Zu pauschale Regelungen: Vermögen, Ehewohnung, Unternehmen oder Unterhalt werden nur allgemein erwähnt, ohne die konkrete Ausgangslage abzubilden.
  • Unklare Formvorschriften: Es wird übersehen, dass bestimmte Vereinbarungen eine besondere Form oder einen Notariatsakt erfordern können.
  • Einseitige Gestaltung: Der Vertrag wird als reine Absicherung einer Person verstanden, ohne die rechtliche Tragfähigkeit und Ausgewogenheit zu prüfen.
  • Fehlende Dokumentation: Eigenmittel, Kredite, Schenkungen oder Investitionen werden nicht nachvollziehbar festgehalten.
  • Keine spätere Aktualisierung: Der Vertrag bleibt unverändert, obwohl sich Vermögen, Familienplanung, Unternehmen oder berufliche Rollen wesentlich verändert haben.

Ein Ehevertrag kann vor der Eheschließung, aber auch während der Ehe abgeschlossen oder angepasst werden. Ebenso kann ein bereits bestehender Vertrag rechtlich überprüft werden, wenn sich Vermögensverhältnisse, familiäre Verpflichtungen oder berufliche Situationen wesentlich verändert haben.

Prüfung vor der Eheschließung

Vor der Ehe geht es häufig darum, Vermögen, Immobilien, Erbschaften, Unternehmen oder unterschiedliche wirtschaftliche Ausgangslagen geordnet zu erfassen. Ein vor der Eheschließung abgeschlossener Ehepakt steht dabei unter der Bedingung der späteren Eheschließung. Eine frühe Prüfung hilft, sensible Themen sachlich zu besprechen und rechtlich tragfähige Regelungen vorzubereiten.

Anpassung während der Ehe

Auch während der Ehe kann ein Ehevertrag sinnvoll werden, etwa wenn eine Immobilie erworben wird, ein Unternehmen aufgebaut wird, ein Ehepartner seine Erwerbstätigkeit reduziert oder neue familiäre Verpflichtungen entstehen. Entscheidend ist, ob die bisherige Situation noch zur tatsächlichen Lebensrealität passt.

Prüfung vor Trennung oder Scheidung

Vor einer Trennung oder Scheidung kann die Prüfung eines bestehenden Ehevertrags helfen, die eigene Rechtsposition besser einzuordnen. Dabei ist zu klären, welche Regelungen wirksam vereinbart wurden, welche Formvorschriften eingehalten wurden, ob einzelne Punkte im konkreten Kontext rechtlich problematisch sein könnten und ob Ehepakte mit rechtskräftiger Scheidung nach § 1266 ABGB erlöschen, sofern keine abweichende wirksame Vereinbarung besteht. Mit rechtskräftiger Auflösung der Ehe kommen zudem die Sonderregelungen des § 97 EheG für Vorausvereinbarungen nicht mehr zur Anwendung.

Internationale Konstellationen

Bei internationalem Bezug, ausländischem Vermögen oder unterschiedlichen Staatsangehörigkeiten empfiehlt sich eine besonders sorgfältige rechtliche Einordnung. Hier können zusätzliche Fragen zum anwendbaren Recht, zur Anerkennung und zur praktischen Umsetzung entstehen.

Ehevertrag erstellen oder bestehenden Vertrag prüfen lassen

Ihr Fahrplan zur Prüfung eines Ehevertrags

  1. Ausgangslage klären: Ehe, geplante Eheschließung, Vermögen, Immobilien, Unternehmen, Kredite und familiäre Verpflichtungen erfassen.
  2. Ziele definieren: Besprechen, welche Fragen geregelt werden sollen und welche Erwartungen beide Seiten an die Vereinbarung haben.
  3. Rechtliche Grenzen prüfen: Unterhalt, Ehewohnung, Kinder, Formvorschriften und mögliche einseitige Benachteiligungen sorgfältig beurteilen.
  4. Entwurf oder bestehenden Vertrag analysieren: Vorhandene Klauseln auf Verständlichkeit, Tragfähigkeit und praktische Umsetzbarkeit prüfen.
  5. Nächste Schritte vorbereiten: Vertragliche Gestaltung abstimmen und bei Bedarf die formgerechte Umsetzung mit einem Notariat vorbereiten.

Ehevertrag Kosten & Dauer in Wien: Womit Sie rechnen sollten

Die Kosten für einen Ehevertrag hängen vom Umfang der gewünschten Regelung und von der konkreten Ausgangslage ab. Eine einfache Prüfung eines bestehenden Entwurfs unterscheidet sich deutlich von der umfassenden Gestaltung eines Vertrags mit Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder internationalen Bezügen. Sinnvoll ist daher zunächst eine rechtliche Einordnung des Regelungsbedarfs.

Was die Kosten typischerweise beeinflusst

Maßgeblich sind insbesondere der Umfang der Regelung, die Komplexität der Vermögensverhältnisse, die Anzahl der betroffenen Immobilien oder Unternehmensbeteiligungen, bestehende Kredite, internationale Bezüge und der Abstimmungsaufwand zwischen den Parteien. Hinzu können Kosten für einen Notariatsakt kommen, sofern dieser erforderlich ist.

Wie sich der Aufwand besser planbar machen lässt

Je klarer Vermögen, Verbindlichkeiten, bestehende Entwürfe und Zielvorstellungen zu Beginn vorliegen, desto besser lässt sich der weitere Aufwand einschätzen. Eine strukturierte Vorbereitung hilft, unnötige Schleifen zu vermeiden und die rechtliche Prüfung auf die wirklich entscheidenden Punkte zu fokussieren.

Unterlagen-Checkliste für die Prüfung eines Ehevertrags

Für die Prüfung oder Gestaltung eines Ehevertrags sind belastbare Unterlagen hilfreich. Nicht jede Unterlage muss bereits zu Beginn vollständig vorliegen. Entscheidend ist, dass die rechtlich relevanten Vermögenswerte, Verpflichtungen und Zielvorstellungen nachvollziehbar eingeordnet werden können.

Welche Unterlagen von Anfang an hilfreich sind

Sinnvoll sind insbesondere eine Übersicht über bestehendes Vermögen, Einkommen, Kredite, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Versicherungen sowie bereits vorhandene Vertragsentwürfe oder frühere Vereinbarungen.

Welche Unterlagen bei Immobilien wichtig sind

Bei Häusern, Wohnungen oder Grundstücken sind Grundbuchsauszüge, Kaufverträge, Kreditunterlagen, Nachweise über Eigenmittel, Sanierungen, Belastungen und gemeinsame Investitionen besonders relevant.

Welche Informationen bei Unternehmen zählen

Bei selbstständiger Tätigkeit oder Gesellschaftsbeteiligungen können Gesellschaftsverträge, Beteiligungsübersichten, Jahresabschlüsse, Finanzierungsunterlagen und Informationen zur Mitarbeit eines Ehepartners eine Rolle spielen.

Wie vorzugehen ist, wenn noch nicht alles geklärt ist

Fehlen einzelne Unterlagen, ist das nicht ungewöhnlich. In einem ersten Schritt kann geklärt werden, welche Dokumente tatsächlich entscheidend sind und welche Fragen vor einer Vertragsgestaltung oder Prüfung vorrangig beantwortet werden sollten.

Häufige Fragen zum Ehevertrag in Wien

Viele Mandantinnen und Mandanten möchten wissen, ob ein Ehevertrag in Österreich sinnvoll ist, wann ein Notariatsakt erforderlich sein kann und welche Themen geregelt werden dürfen. Die folgenden Fragen geben eine erste Orientierung und ersetzen keine Prüfung des konkreten Einzelfalls.

Ist ein Ehevertrag in Österreich sinnvoll?

Ein Ehevertrag kann sinnvoll sein, wenn Vermögen, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Erbschaften oder Unterhaltsfragen klar geregelt werden sollen. Ob ein Ehevertrag in Ihrer Situation zweckmäßig ist, hängt von den konkreten familiären und wirtschaftlichen Verhältnissen ab. Eine rechtliche Prüfung hilft, Regelungsbedarf und mögliche Grenzen realistisch einzuordnen.

Ein Ehevertrag kann vor der Eheschließung abgeschlossen werden, aber auch während der Ehe. Sinnvoll ist eine Prüfung besonders dann, wenn größere Vermögenswerte, Immobilien, Unternehmen, Kredite, Erbschaften oder unterschiedliche Einkommensverhältnisse bestehen. Auch bei geänderten Lebensumständen kann eine spätere Anpassung in Betracht kommen.

Das hängt vom Inhalt der Vereinbarung ab. Bestimmte Vereinbarungen, insbesondere im Zusammenhang mit Ehepakten, gemeinsamen Ersparnissen oder der Ehewohnung, können in Österreich einen Notariatsakt erfordern. Die anwaltliche Prüfung kann klären, welche Formvorschriften im konkreten Fall zu beachten sind und wie die Umsetzung sinnvoll vorbereitet wird.

Ein Ehevertrag kann insbesondere Vermögen, eheliche Ersparnisse, Immobilien, Schulden, Kredite, Unternehmensbeteiligungen und bestimmte Unterhaltsfragen betreffen. Nicht jede gewünschte Regelung ist automatisch wirksam. Maßgeblich ist, ob die Vereinbarung rechtlich zulässig, ausreichend bestimmt und auf den konkreten Einzelfall abgestimmt ist.

Unterhaltsregelungen können Teil eines Ehevertrags sein, unterliegen aber rechtlichen Grenzen. Ein vollständiger Vorausverzicht auf den Unterhalt ist grundsätzlich unwirksam; begrenzte Vereinbarungen über konkret bestimmbare künftige Leistungen können hingegen zulässig sein. Entscheidend sind die wirtschaftliche Situation, die familiären Verpflichtungen und die Frage, ob die Vereinbarung ausgewogen und rechtlich tragfähig ist.

Ja, die Ehewohnung kann in einem Ehevertrag eine wichtige Rolle spielen. Gerade bei gemeinsamen Investitionen, Krediten oder einer Liegenschaft, die nur einem Ehepartner gehört, sollte rechtlich geprüft werden, welche Vereinbarung möglich und sinnvoll ist. Je nach Inhalt können besondere Formvorschriften zu beachten sein.

Ja, ein bestehender Ehevertrag kann grundsätzlich geändert oder ergänzt werden, wenn beide Seiten eine neue Vereinbarung treffen. Eine Anpassung kann insbesondere bei geänderten Vermögensverhältnissen, Geburt von Kindern, Unternehmensgründung, Immobilienerwerb oder vor einer Trennung sinnvoll sein. Auch dabei sind Inhalt und Form sorgfältig zu prüfen.

Die Kosten hängen vom Umfang der Prüfung oder Gestaltung ab. Maßgeblich sind etwa Vermögen, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, internationale Bezüge, bestehende Entwürfe und der Abstimmungsaufwand. Hinzu können Kosten für einen Notariatsakt kommen, wenn dieser erforderlich ist. Eine seriöse Einschätzung setzt daher zunächst eine Einordnung des konkreten Regelungsbedarfs voraus.

Eine anwaltliche Prüfung ist besonders sinnvoll, wenn Vermögen, Immobilien, Unterhalt, Unternehmen, Kredite oder internationale Bezüge betroffen sind. Der Rechtsanwalt kann den Regelungsbedarf, rechtliche Grenzen und mögliche Risiken einordnen. Ein Notar kann zusätzlich erforderlich sein, wenn der konkrete Vertragsinhalt einen Notariatsakt verlangt.

Hier helfen wir Ihnen konkret – damit der Ehevertrag tragfähig vorbereitet ist

Bei Eheverträgen geht es nicht darum, möglichst viele Eventualitäten abstrakt zu regeln. Entscheidend ist, welche Vereinbarung zu Ihrer konkreten familiären und wirtschaftlichen Ausgangslage passt. Die Rechtsanwaltskanzlei Nagler prüft, welche Vermögenswerte, Immobilien, Unternehmensbeteiligungen, Unterhaltsfragen oder Verpflichtungen relevant sind und welche rechtlichen Grenzen zu beachten sind. Auf dieser Grundlage können bestehende Entwürfe überprüft, neue Regelungen vorbereitet und die nächsten Schritte – einschließlich einer allfälligen notariellen Umsetzung – strukturiert geplant werden.

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Profilbild von Fenerica BlauschimmelFenerica BlauschimmelAugust 2025

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